Geboren und geschlüpft.
 
September 2011
2 Bartaffen

Oktober 2011
3 Dscheladas

November 2011
2 Dscheladas
1 Steppenzebra

 
 
 

Neu eingetroffen
 
2011
1 Mähnentaube (Zoo Prag)
1 Shetland-Pony (Opel-Zoo Kronberg)
3 Rote Sichler (Zoo Antwerpen)
1 Königspython (privat)
1 Mähnentaube (Zoo Köln)
1 Rosa Löffler (Zoo Köln)
1 Lippenbär "Devi" (Zoo Berlin)
1 Seehund "Fiete" (Zoo Rostock)
11 Zwergziegen (Zoopark Metelen)

 
 
 


 
Die Zeit des Alleinseins nähert sich dem Ende: Tiger-Kater „Batu“ darf sich auf weibliche Gesellschaft freuen!
Der im Zoo London ansässige Koordinator des europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Sumatra-Tiger hat vorgeschlagen, dass gleich zwei Tigerinnen nach Rheine reisen sollen, und zwar aus dem Zoo Lissabon in Portugal. Die beiden Katzen sind im Sommer 2009 geborene Geschwister, also noch junge Tiere.
Ob die Tigerinnen mit Batu auch züchten sollen, ist derzeit noch nicht klar. Da wird es davon abhängen, was andere Tiger-Paare, die genetisch wichtiger für das Zuchtprogramm sind, in nächster Zeit an Nachwuchs beisteuern. Immerhin ist Batu durch mehrere Nachkommen mit anderen Katzen vertreten, darunter auch zwei in Rheine geborene Söhne, die jetzt im Zoo Wroclaw, Polen, leben.
Seit dem Tod der Katze „Sali“ im September 2011 lebt Batu alleine. Dabei sollte man aber hinterfragen, ob er dabei überhaupt ein „Alleinsein“ nach menschlichen Vorstellungen empfindet. Schließlich sind die gestreiften Großkatzen von Natur aus eher Einzelgänger. Sicherlich dürfte aber die Anwesenheit mehrerer Tiger in den Gehegen im NaturZoo für Abwechslung im „Alltag“ für jedes Tier sorgen. Jedenfalls ist in der neuen Anlage mit den verschiedenen Abteilungen auch für drei Tiere Platz genug.
Wann die Tiger-Damen mit einem auf Tiertransporte spezialisierten Unternehmen nach Rheine reisen werden, steht noch nicht genau fest. Die Planungen sehen aber vor, dass dies vielleicht schon im Februar sein wird.

 
 
 

Zebra statt Rentier
 
Eigentlich ist ja jetzt Saison für rotnasige Rentiere. Aber im NaturZoo Rheine gehen die Uhren wohl etwas anders: Am 13. November gab es Nachwuchs bei den Steppenzebras. Der kleine Hengst erhielt passend zu den Wetterbedingungen an seinem Geburtstag den Namen „Frosti“.

„Frosti“ passt natürlich so gar nicht in das vorherrschende Bild, dass es nur im Frühjahr Tierkinder gibt. Tatsächlich sind aber viele exotische Tiere in der Fortpflanzung gar nicht an bestimmte Jahreszeiten gebunden. So kann man derzeit nicht nur dem Zebrafohlen begegnen, sondern auch fünf Dschelada-Kindern. Die kleinen Blutbrustpaviane wurden allesamt im Oktober und im November geboren. Von daher sind Tiergeburten im Spätherbst oder gar Winter für die Zoomitarbeiter weniger ungewöhnlich, als es die Zoobesucher wohl empfinden.

Und wie empfinden die Jungtiere das kühle Wetter? Die Dscheladas als robuste Hochgebirgsbewohner kennen solche Umweltbedingungen, und entsprechend robust sind sie. Natürlich steht ihnen auch ein temperiertes Haus zur Verfügung, genauso wie den Zebras ihr Stall. Aber tagsüber geht es an die frische Luft. Bewegung hält fit und warm – und wenn man „Frosti“ bei seinen Laufspielen und übermütigen Sprüngen beobachtet, dann kann man sich wirklich nicht vorstellen, dass es ihn fröstelt.
27.11.2011

 
 
 

„Fiete“ verstärkt das Robben-Team
 
Ein neuer Seehund ist eingetroffen. „Fiete“ ist sein Name, zwei Jahre alt ist er, und geboren wurde er im Zoo Rostock, von wo er am 17. November abends nach mehrstündiger Fahrt eintraf.
„Fiete“ wird das Seehund-Team verstärken und auch verjüngen. Es ist offensichtlich, dass „Susi“ und insbesondere „Robby“ mit nunmehr über 35 Jahren wirklich sehr alte Seehunde sind. Entsprechende Anzeichen wie zunehmende Erblindung kann man nicht ignorieren, und man muss sich realistisch damit auseinandersetzen, dass auch beliebte Tierpersönlichkeiten nicht unsterblich sind. Entsprechend muss eine mittelfristige Tierbestandsplanung erfolgen, so dass eine in der Altersstruktur und Geschlechterzusammensetzung ausgewogene Robben-Gruppe fortbesteht.
„Fiete“ ist nicht nur vollkommen blutsfremd zu den Rheiner Seehunden, die neben den beiden Veteranen auch noch die im Jahr 2002 hier geborene „Hannah“ und die sechsjährige, aus Duisburg stammende „Lilo“ umfassen. Er ist auch schon gut trainiert, so dass er sicher bald seinen Stammplatz bei den Vorführungen zu den Fütterungszeiten finden wird – und natürlich auch in der Gunst der Zoobesucher und Seehundfreunde.

 
 
 

Es sind wieder drei: Neue Lippenbärin eingetroffen!
 
Eine neue Tierpersönlichkeit hat Einzug gehalten: Am 28. September traf aus dem Zoo Berlin die dreijährige Lippenbärin „Devi“ ein.
Die ersten Tage verbrachte sie im Bären-Haus, um sich an ihr neues Zuhause und die Pfleger zu gewöhnen. Hier machte sie auch Bekanntschaft mit ihren Artgenossen „Franz“ und „Kama“. Mittlerweile hat sie auch die Außenanlage erkundet, und nun wird sie für die Zoobesucher regelmäßig zu sehen sein.

Eigentlich sah es nach dem Tod von „Myrthe“, die im April des Jahres an einer Lungenentzündung starb, nicht so aus, dass eine weitere Lippenbärin nach Rheine kommen würde. Immerhin gelang es, Bär Franz mit der chronisch „männerfeindlichen“ Kama gemeinschaftlich im Außengehege zu präsentieren. Allerdings konnte man nicht davon sprechen, dass die Tiere wirklich eine Form von Gemeinsamkeit entwickelten. Man ging sich aus dem Weg, mehr noch: Kama hielt Franz energisch auf Abstand.

So fiel die Antwort auf die Anfrage des Zoo Berlin, der ein neues Zuhause für seine dort im Jahr 2008 geborene junge Bärin suchte, ob man denn Devi übernehmen möchte, natürlich positiv aus. Immerhin stand so in Aussicht, dass man mit diesem jungen Weibchen und Franz wieder ein harmonisches Paar etablieren könnte. Und tatsächlich scheinen die beiden aneinander Gefallen zu finden.

Damit sollte es wieder möglich sein, zwei noch jugendliche, aktive Bären in wirklicher Gemeinsamkeit zu halten, während Kama ruhig ihrem selbstgewählten Single-Dasein nachgehen kann. Platz für alle ist in der großzügigen, im Jahr 2009 eröffneten Bären-Anlage allemal.

 
 
 

Affenkinder
 
Im Jahr 2011 kamen bei den Blutbrustpavianen 12 Junge zur Welt. Damit zählte unser Bestand zumJahresende 48 Tiere – so viele wie noch nie.
Rund 20 % aller Dscheladas in Zoos lebt derzeit in Rheine. Eine erfreuliche Entwicklung für das Zuchtprogramm: Als das EEP vor rund 20 Jahren begründet wurde, wurden nur 50 Dscheladas in allen europäischen Zoos gehalten. Der Bestand drohte damals zu erlöschen, weshalb sich die Zoos zu einem gemeinsamen Zuchtprogramm entschlossen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – eben auch in Form der beiden Jungtiere.

Eine in ihrer indischen Heimat hochbedrohte Makakenart sind die Bartaffen. Auch in Zoos gehören sie nicht zu den „alltäglichen“ Anblicken. Mit gleich zwei Familiengruppen und einem Männer-Trio bemüht sich der NaturZoo, die besonderen Haltungsansprüche dieser Affen zu erfüllen. Offensichtlich ist die Haltung mehrerer Bartaffengruppen nebeneinander förderlich für das Wohlbefinden der Tiere. Wenn man Nachbarn zum Streiten hat, herrscht mehr Frieden in der Familie...
Bartaffen-Geburten gehören nach wie vor zu den bemerkenswerten Nachzuchten: Zwei Jungtiere kamen 2011 zur Welt und wuchsen gesund heran.