Glück und Schreck im Zebra-Stall

Die Zebras des NaturZoo Rheine sorgten in dieser Woche für Glücks- und Schreckmomente.
Am Montagmorgen wurden die Tierpfleger beim Dienstantritt von einem Zebra-Fohlen begrüßt, das offensichtlich erst wenige Stunden alt doch schon sehr sicher auf seinen langen Beinen stand. Stute „Jule“ ist eine mittlerweile erfahrene Mutter, die sich souverän um ihren Nachwuchs kümmert – und ihn auch vor Blicken der Tierpfleger soweit abschirmt, so dass die Geschlechtsfeststellung noch nicht hundertprozentig gelang. Aber zu 99 % handelt es sich um einen kleinen Hengst.
Nach diesem glücklichen Ereignis kam es am Dienstag zu einem Zwischenfall, der für etwas Aufregung sorgte.

Zebra-Hengst „Frank“, der Vater des Fohlens, muss sich unmittelbar nach dem morgendlichen Herauslassen aus dem Stall sehr erschrocken haben, wahrscheinlich durch den Einsatz des Hubsteigers in der unmittelbaren Nähe des Geheges, mithilfe dessen jeden Morgen Eichenprozessionsspinner-Nester entfernt werden. Er trabte panikartig durch das Gehege und rannte dann gegen das Tor der Umzäunung, das sich durch die Krafteinwirkung öffnete. Der Hengst gelangte so auf die Besucherwege, wo er blindlings weiterlief.
Der Vorfall, der noch vor der Öffnung des Zoos für die Besucher erfolgte, war glücklicherweise durch Zoomitarbeiter beobachtet worden. Der Alarmplan setzte unmittelbar ein, und die Außentore des Zoos wurden sofort geschlossen. Erst auf dem Spielplatz kam das Zebra etwas zur Ruhe, so dass es mit einem Narkosepfeil betäubt werden konnte. Unter Zuhilfenahme des Radladers wurde es in sein Zuhause zurückgefahren, und im Stall erholte sich das Zebra dann schnell wieder von dem Schreck. Nur ein paar Schrammen zeugen von dem ungeplanten Ausflug.

Glück gehabt!

10.7.2020

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