Geboren und geschlüpft

März 2018
1 Trampeltier
3 Mähnenschafe

April 2018
8 Zwergziegen
3 Sitatunga-Antilopen
3 Dscheladas
3 Kuba-Baumratten
4 Humboldt-Pinguine
4 Bennett-Kängurus

Mai 2018
3 Textor-Weber
15 Säbelschnäbler
1 Kronenmaki
30 Präriehunde
1 Sitatunga-Antilope
5 Kampfläufer
2 Rote Sichler
1 Dschelada
4 Goldschakale

Sommer 2018
9 Rosa Löffler
10 Kampfläufer
3 Chile-Krickenten
8 Inka-Seeschwalben
5 Waldrappen
1 Sitatunga-Antilope
2 Dscheladas

 

 

 

 

Neu eingetroffen

2017
1 Klaas Vogelspinne (privat)
1 Bali-Star (Zoo Köln)
4 Zwergotter (Zoo Karlsruhe, Biotropica Rouen)
2 Uhus (Zoo Magdeburg)
1 Schwarzstorch (Vogelpark Marlow)
2 Schneeeulen (Opel-Zoo Kronberg)
1 Liszt-Äffchen (Zoo Besancon)

2018
1 Sitatunga-Antilope (Zoo Berlin)
1 Sumatra-Tiger (Zoo Belfast)
1 Trampeltier (Zoo Ostrava)
1 Steppenzebra (Tierpark Berlin)

Der lange Weg nach New York – Dscheladas auf Reisen

Erleichterung im NaturZoo, als am 25. Oktober frühmorgens die Nachricht aus dem Bronx Zoo, New York, eintraf, dass die vier Dscheladas aus Rheine gut angekommen sind und ihr erstes Quartier in der Quarantäne-Station des Zoos bezogen haben.
Über ein Jahr dauerten die Vorbereitungen für diesen Tiertransport, der im Rahmen des Zuchtprogramms für die Blutbrustpaviane erfolgte. Mit den jüngeren, in Rheine geborenen Tieren – zwei Weibchen und zwei Männchen –, soll die Zuchtgruppe des Bronx Zoos „zukunftssicher“ aufgestockt werden.

Damit kam man auch Entwicklungen zuvor, dass solche Tiertransporte aufgrund von den restriktiven Bedingungen und Auflagen für Importe in die U.S.A. vielleicht in Zukunft gar nicht mehr zu stemmen sind. „Der mit Erfüllung der Formalitäten und der Untersuchungen der Tiere verbundene Aufwand brachte uns an den Rand des für uns Machbaren.“ fasste Zoodirektor Achim Johann die damit verbundene Arbeitsbelastung zusammen.
Alleine drei „Gesundheitschecks“ durch die Tierärzte inklusive Tests auf Tuberkulose, Hepatitis und Herpes mussten sich die vier Affen unterziehen. Die protokollierten Ergebnisse dieser Untersuchungen waren dann nur ein Teil der ganzen Mappe an Bescheinigungen und Dokumente, die die vier großen Transportkisten mit der lebenden Fracht begleiteten.
Diese Transportkisten waren übrigens aus den U.S.A. extra zu diesem Zweck geschickt worden, nachdem sie dort von der Einfuhrbehörde als „passend“ genehmigt worden waren.

Am Dienstagabend bezogen die Dscheladas im NaturZoo ihre „Business Class Kabinen“, am sehr frühen Mittwochmorgen wurden Sie von einer auf Tiertransporte spezialisierten Spedition für die Fahrt zum Flughafen Frankfurt abgeholt. Am Nachmittag kam das Okay, dass die Freigabe von Zoll und Veterinäraufsicht erteilt war, und um 17.30 Uhr ging der Flug ab nach New York. Um 7.30 Uhr am Donnerstagmorgen dann die Nachricht, dass die vier in der Quarantänestation gut angekommen seien und sich nach der Reiseverpflegung mit Trockenfutter und Wasser sichtlich über frisches Gemüse freuten.

Tiertransporte „rund um die Welt“ sind aufwändige Unterfangen mit logistischen Herausforderungen und sehr viel „Papierkram“ bzw. Korrespondenz auf allen Kommunikationskanälen. Und sie sind teuer: Die Kosten für diesen Transport erreichten einen fünfstelligen Betrag, der vom Empfänger zu tragen ist. Sie sind aber für den Erhalt gesunder Tierpopulationen in Zoos unerlässlich: Der Austausch von Tieren erfolgt entsprechend den Empfehlungen von Zuchtprogrammen, die sich um selbsterhaltende Tierpopulationen in Zoos bemühen. Entsprechend wir der schönste Lohn für den Aufwand sein, wenn sich zu gegebener Zeit bei den Dscheladas aus Rheine in New York Nachwuchs einstellt.

Pressemitteilung vom 25.10.2018

Zebra-Trio wieder komplett

Es ist wohl das „Jahr der großen Tiertransporte“ im NaturZoo Rheine: Nach Kamel-Hengst aus Tschechien und Tiger-Kater aus Nordirland in den letzten Wochen traf am 17. Oktober ein Zebra ein.
Das hatte keinen ganz so langen Weg wie die anderen Neu-Rheinenser hinter sich: die zweijährige Stute stammt aus dem Tierpark Berlin.

Damit ist wieder ein junges Trio der Steppenzebras komplett – zumindest bahnt es sich so an. Das Zusammenfügen einer Gruppe ist nicht ganz einfach, und sie muss schrittweise erfolgen, bis sich eine Rangordnung zwischen den Tieren gefestigt hat.
Die junge Zebra-Stute mit Namen „Tesla“ hat die ersten Tage in ihrer Stall-Box zugebracht. Hier hat sie – durch Gitter – Kontakt mit der Stute „Jule“ und dem Hengst „Frank“. In der nächsten Zeit wird sie aus einem Vorgehege heraus ihr neues Außen-Zuhause kennen lernen bevor sie dann mit ihren Artgenossen vergesellschaftet wird.

Oktober 2018

Gehen und (Zusammen)Kommen – Neues von den Tigern

Neue Entwicklungen gibt es von den Sumatra-Tigern zu vermelden: Am 25. September reiste die zweite Katze „Aguya“ ab in den Howletts Zoo Park bei Canterbury in England. Dort wird sie auf einen Kater aus dem Zoo London treffen, mit dem sie „nach Plan“ des Zuchtprogramms (EEP) für Tiger für Nachwuchs sorgen soll.

Auch für ihre Zwillingsschwester „Naga“ im NaturZoo wurde ein „Kinderwunsch“ ausgesprochen.
Dazu war am 16. August der Tiger-Kater „Kabus“ aus dem Zoo Belfast angekommen.
Nach schrittweiser Eingewöhnung kam es am 11. September erstmals zur direkten Begegnung zwischen “Kabus“ und „Naga“. Anfänglich blieb man zwar auf Distanz, aber bald konnte man von einem „ausgeglichenen Zusammensein“ sprechen, und in der letzten September-Woche kam es zu Paarungen.
Bleibt also zu hoffen, das aus der Zweisamkeit Familienglück wächst...

1. Oktober 2018

Nach „Europa-Reise“: Tiger angekommen

Die Aufmerksamkeit der Besucher im NaturZoo Rheine am 16. August war groß, als ein Tiertransportfahrzeug am Tiger-Gehege vorfuhr. Mit Hilfe des Radladers und einem halben Dutzend zupackender Tierpflegerinnen und Tierpfleger wurde eine große und besonders stabile Kiste ausgeladen. Ihr Inhalt: Ein Tiger!
Das Zuchtprogramm (EEP) für Sumatra-Tiger hat für den NaturZoo eine Zuchtempfehlung ausgesprochen. Nach 6 katerlosen Jahren soll zumindest eine der beiden Tigerkatzen des Zoos für Nachwuchs sorgen – was aber so ganz ohne einen männlichen Tiger nicht funktioniert. Als genetisch passend wurde ein Kater im Zoo Belfast angesehen und somit für einen Umzug zum NaturZoo Rheine vorgeschlagen.

Nach längeren Vorbereitungen, die insbesondere die Ausstellung der behördlichen Genehmigungen für den Transport einer hochbedrohten Tierart betrafen, trat der zehnjährige „Kabus“ am Dienstagnachmittag im nordirischen Zoo die von einem auf Tiertransporte spezialisierten Unternehmen organisierte und durchgeführte Reise nach Rheine an. Die führte durch Schottland und England, berührte Frankreich und verlief weiter durch Belgien und die Niederlande, bis zur - früher als geplanten - Ankunft in Rheine.
Das Ausladen und Entlassen des Tigers aus der Transportkiste in einen Innenraum erfolgte ruhig und problemlos.

Und ruhig soll nun auch die Eingewöhnung erfolgen. In den ersten Tagen wird sich der Tiger-Kater an die neue Umgebung, die Tierpfleger und die Arbeitsroutine gewöhnen. Dann wird er das Außengehege kennenlernen, und durch das Gitter werden Kontakte zur zukünftigen Partnerin aufgenommen. Das Verhalten der Tiere wird den Zeitplan für diesen Prozess bestimmen. Die zweite Tiger-Katze - wie ihre Schwester übrigens geboren im Zoo Lissabon in Portugal - wird in nächster Zeit Rheine verlassen : Über Holland, Belgien und Frankreich wird sie zu einem Kater in einen englischen Zoo reisen.


Pressemitteilung vom 17. August 2018

Ein großer Neuzugang: Trampeltier angekommen

Nach der Ankunft des Tiger-Katers kann der NaturZoo Rheine das Eintreffen eines weiteren „großen Tieres“ vermelden: Am 6. September traf aus dem Zoo Ostrava, Tschechische Republik, ein jugendlicher Kamel-Hengst ein.
Das Trampeltier mit Namen „Chico“ ist im April 2017 geboren und soll in die großen Fußstapfen von „Rashid“ treten, der Anfang Juni aufgrund einer Tumorerkrankung eingeschläfert werden musste.
Bei der Suche nach einem passenden Nachfolger für Rashid schien Chico aufgrund seines Alters ein geeigneter Kandidat zu sein: Nicht zu jung als dass die erwachsenen Rheiner Kamel-Stuten ihn als Knaben nicht ernst nehmen würden, aber auch noch nicht so alt, dass er mit den in diesem Jahr hier geborenen Stutfohlen zu ruppig umgehen würden.
Bis er sich als Zuchthengst beweisen kann, dürfte noch mindestens ein Jahr vergehen. Bis dahin muss der kleine Große noch ein ganz Großer werden.

September 2018