Geboren und geschlüpft

Februar 2017
1 Dschelada
2 Zwergziegen
1 Trampeltier

März 2017
1 Sitatunga-Antilope
10 Zwergziegen
1 Dschelada
7 Kuba-Baumratten
3 Bennett-Kängurus

April 2017
20 Präriehunde
1 Dschelada
7 Kuba-Baumratten
1 Sitatunga-Antilope
1 Mähnenschaf
3 Textor-Webervögel
2 Weißstörche
2 Rote Sichler

Mai 2017
20 Säbelschnäbler
2 Rote Sichler
1 Dschelada
5 Kampfläufer

Juni 2017
1 Kap-Triel
2 Rote Sichler
2 Rosa Löffler
2 Mähnentauben
1 Sitatunga-Antilope
2 Dscheladas

Neu eingetroffen

2016

5 Kattas (Zoo Barcelona)
6 Kattas (Zoo Malton, England)
2 Rotbauchmakis (Parc La Haute Touche, Obterre)
1 Bennett-Känguru (Zoo Leipzig)

 

2017

1 Klaas Vogelspinne (privat)
3 Waldskorpione (privat)
1 Bali-Star (Zoo Köln)
4 Zwergotter (Zoo Karlsruhe, Biotropica Rouen)

Otter erobern ihr neues Zuhause

Nach einer Woche Eingewöhnung in den Innenräumen durften die Zwergotter am 3. August erstmals das Außengehege erkunden.
Die 220 m² große Anlage - entstanden an der Stelle der alten Käfige für die Lemuren - bietet den Ottern einen mit Teichen, Bachlauf, Höhlen und "viel Landschaft" abwechslungsreichen Zoo-Lebensraum. Die Tiere dürfen auch nach Belieben die Innenräume aufsuchen, wo sich die Schlafkisten und die "Toilette" befinden.

Erst vorsichtig, dann aber doch immer neugieriger und forscher haben die Zwergotter ihr Zuhause erkundet, das ihnen hoffentlich gefällt. Und den Zoobesuchern auch.

4.8.2017

Sie sind da! – Zwergotter neu!

Nach der Fertigstellung der neuen Anlage für Zwergotter war die Ankunft der Bewohner von den aufmerksamen Zoofreunden fast ungeduldig erwartet worden. Am späten Mittwochabend (26.7.2017)trafen sie dann ein: Drei Männchen aus dem Zoo Karlsruhe und ein Weibchen aus dem französischen Zoo Biotropica bei Rouen.
Die vier bezogen – nach Herkunft getrennt – die Innenräume ihres neuen Zuhauses, die mit Schlafboxen, Sandkästen Klettermöglichkeiten und natürlich Badebecken komfortabel ausgestattet sind. Hier werden sie sich in den kommenden Tagen eingewöhnen – und auch die Tierpfleger haben so die beste Gelegenheit, ihre neuen Schützlinge gut kennen zu lernen. Die Zoobesucher können sie hier durch die Scheiben sehen – mit etwas Glück, wenn sie sich die Otter aus ihren Schlafkisten wagen. Im Laufe der kommenden Woche sollen sie dann erstmals in die Außenanlage, wo sie eine abwechslungsreiche Landschaft aus Teichen, Bachlauf, Hügeln und Höhlen bewohnen werden.

Die vier Otter sind alle in Zoologischen Gärten geboren: Die sechsjährige Lenja im Zoo Wuppertal, von wo sie nach Frankreich reiste und nun wieder nach Deutschland zurückkehrte, und die gleichalten Ole, Sören und Björn im Tierpark Hagenbeck in Hamburg. Nach ihren Jahren im “Junggesellen-Club“ in Karlsruhe soll zumindest einer von ihnen nun eine ungleichgeschlechtliche Partnerschaft eingehen und dann vielleicht auch für Nachwuchs sorgen.

Aber auch ohne Nachwuchs wird bei den Zwergottern immer „etwas los sein“. Die Art ist viel tagaktiver als die einheimischen Fischotter und mit einem großen Bewegungs-, Erkundungs- und Spieltrieb ausgestattet. Man darf davon ausgehen, dass die Otter schnell besondere Lieblinge bei den Zoobesuchern werden.

Otter gehören innerhalb der Ordnung der Raubtiere in die Verwandtschaft der Marder. Gemeinsames Merkmal der weltweit verbreiteten 13 Otter-Arten ist die Anpassung an ein Leben im und am Wasser, erkenntlich am stromlinienförmigen Körperbau, den Schwimmhäuten zwischen den Zehen und dem dichten, wasserabweisenden Fell. Letzteres war und ist als Pelz begehrt. Die Bejagung und Lebensraumveränderungen führten zu dramatischen Bestandrückgängen: Alle Otterarten sind als bedroht auf der Roten Liste aufgeführt. Die kleinsten Vertreter ihrer Sippe sind die Zwergotter, die in Süd- und Südostasien vorkommen. Zu ihren Lebensräumen zählen auch Mangrovenwälder, wo sie Krabben, Muscheln, Schnecken und Fische jagen. Sie sind geselliger als andere Otterarten; Familienverbände können mehr als 10 Tiere umfassen.

(Pressemitteilung vom 28. Juli 2017)

Herzlichen Glückwunsch, Gertje!

Es gibt einen besonderen Geburtstag zu feiern: Dschelada-Dame „Gertje“ wird am 14. Juni runde 30 Jahre alt. Damit ist Gertje der älteste derzeit lebende Blutbrustpavian in allen Zoos weltweit.

Einige beeindruckende Daten aus ihrem langen Leben lassen sich dem Zuchtbuch entnehmen, in dem die Daten aller Dscheladas erfasst sind – sowohl der derzeit lebenden, als auch „historischer“ Tiere, die über Stammbäume zurück verfolgt werden konnten.
Geboren wurde Gertje 1987 im NaturZoo Rheine. Ihre Mutter Gerda stammte aus dem Zoologisch-Botanischen Garten Wilhelma in Stuttgart. Von ihr hatte Gertje den höchsten Rang im Harem übernommen. Den hat sie schon vor geraumer Zeit an ihre Tochter Gloria abgetreten, zumindest wenn es darum geht für Ordnung in der Sippschaft zu sorgen. Sie selbst muss sich als die würdevolle Matriarchin keinen Gedanken um ihr Ansehen und ihre Rolle machen, die von allen respektiert wird.
In ihrem langen Leben ist Gertje sechsmal Mutter geworden; einmal handelte es sich dabei um eine Totgeburt. Ein Sohn und vier Töchter – von denen zwei noch in Rheine leben und selbst schon als „alt“ angesehen werden müssen - sorgten dann für 28 Enkel. Und weiter ging die Generationenfolge mit 65 Urenkeln und 10 Ururenkeln. Derzeit tragen etwa 70 lebende Dscheladas „etwas Blut“ von Gertje in sich.

Damit hat Gertje auch wesentlich zum Aufbau des Bestandes dieser einzigartigen, im Hochland von Äthiopien verbreiteten Affenart beigetragen.
„Beim Beginn des Erhaltungszuchtprogramms im Jahr 1989 lebten gerade einmal 56 Dscheladas in sieben europäischen Zoos“, erinnert sich Zoodirektor Achim Johann, der das Zuchtprogramm von Beginn an koordiniert und auch das internationale Zuchtbuch führt. Heute sind es über 360 in 27 Zoos, darunter auch zwei in den U.S.A. Der Aufbau der Population ist alleine durch die planmäßige Nachzucht der in ihrer Haltung recht speziellen Art erfolgt.
Einige Tiere erreichten im Laufe der Jahre hohe Alter, die über den Erwartungen von etwa 16 Jahren bei den Männchen und 19 Jahren bei den Weibchen liegen. Aber nur eine Handvoll wurde 30 Jahre und älter. Den Altersrekord hält ein Weibchen mit 36 Jahren, bei der allerdings das Geburtsdatum geschätzt werden musste, da das Tier noch aus dem Freiland stammte.

Das sehr hohe Alter von Gertje hat natürlich Spuren bei ihr hinterlassen. Mit buckligem Gang und ihrem eingefallenen Gesicht fällt sie zwischen den derzeit zwei Dutzend Familienmitgliedern auf. Sie muss mehr Ruhepausen einlegen und schläft manchmal tief und fest, auch wenn um sie herum die Jungtiere toben. Die Tierpfleger sind darauf gefasst, dass sie Gertje vielleicht schon bald für immer eingeschlafen vorfinden werden. Aber erst einmal wird gefeiert! Herzlichen Glückwunsch zum 30. Geburtstag, Gertje!

13.Juni 2017

Aktuell für Vogelfreunde und Hobby-Fotografen

Gut zu beobachten: Die Weißstörche - inklusive der rund 100 Jungen aus diesem Jahr! - sammeln sich jetzt vermehr in Vorbereitung zum Abzug in die Winterquartiere. Reger Flugverkehr herrscht insbesondere zu den Fütterungszeiten im Storchen-Reservat um 9.30 Uhr und 15.30 Uhr.

Fast wie in der Natur: Brut und Jungenaufzucht bei den Roten Ibissen und Rosa Löfflern in der Großvoliere

28. Juli 2017

Bald einzugsfertig: Neue Otter-Anlage!

An der Stelle der alten Käfige für Lemuren entsteht eine Anlage für Zwergotter. In einer abwechslungsreich gestalteten Landschaft werden die Tiere verschiedene Badebecken, einen Bachlauf und Verstecke vorfinden. Auch im beheizbaren Haus gibt es einen Pool für "Wellness im Winter".
Die Anlage soll im Sommer fertiggestellt und von den Ottern bezogen werden.

April 2017

(Fast) wie neu!

Die Außen-Anlagen der Dscheladas wurden in den Wintermonaten umgestaltet. Felsaufbauten sorgen für mehr Klettermöglichkeiten und Sichtschutz für die Tiere. Die Terrassen und Plateaus wirken einer Erosion entgegen. Der gewachsene Bestand an Blutbrustpavianen hatte dazu geführt, dass die Gehege überbeansprucht waren: Die Sanierung war also notwendig zur Haltungsverbesserung und auch zum gefälligeren Anblick für die Besucher.

März 2017

Viel Spiel-Spaß garantiert!

Aufgeräumt, erweitert, verschönert: Auf dem großen Spielplatz hat sich viel getan! Eine neue Spiellandschaft wurde aufgebaut, es gibt komfortablere Ruhe- und Aufenthaltsbereiche für die Erwachsenen, und in einem neuen Picknick-Haus findet auch eine große personengruppe Platz.

März 2017

Ein Riesenbaby

Großer Nachwuchs hat sich im NaturZoo Rheine eingestellt: Ein Trampeltier wurde in der Nacht zum 21. Februar geboren.
Mit 45 Kilogramm ist der kleine Hengst ein echtes Riesenbaby, liegt aber mit dem Gewicht durchaus um Rahmen des Normalen bei den Kamelen.
Die Tragzeit bei Trampeltieren beträgt rund 13 Monate. Genauere Aussagen sind diesbezüglich bei den Rheiner Kamelen nicht zu treffen, denn Vater „Rashid“ und Mutter „Shana“ haben ihre Hochzeit sehr heimlich abgehalten.
An den ersten Lebenstagen müssen die Fohlen vor allem die Koordination ihrer Bewegungen trainieren. Sie wirken schon etwas trampelig, wenn sie über ihre eigenen langen Beine stolpern. Und auch die Mütter müssen scheinbar immer wieder aufs Neue lernen, dass sich der Nachwuchs unter ihnen auf die Suche nach der Milchquelle macht. Jedenfalls bedarf es bei fast jeder Kamel-Geburt etwas Hilfestellung durch die Tierpfleger, dass das Kind auf die Beine kommt und Mutter und Kind zusammenfinden.
Diese etwas kritische Zeit ist überstanden, und der weiteren gesunden Entwicklung des großen Kleinen sollte nun nichts mehr im Wege stehen.

(Pressemitteilung vom 24.2.2017)

Neu! NaturZoo-Malbuch

Es ist etwas Besonderes, das Malbuch aus dem NaturZoo bzw. über den NaturZoo. Der renommierte Künstler Bernd Pöppelmann, der seinen Arbeitsschwerpunkt auf die Darstellung von Tieren und Naturräumen gelegt hat, hat seine Idee von thematisierten Malbüchern, die viel mehr als das sind, realisiert. Nach „Vögel an der Küste“ und „Tiere im Venn“ heißt sein neuestes Werk: „Tiere im NaturZoo Rheine“.

Alle „Vorbilder“ stammen von Bernd Pöppelmann. Anhand derer kann man selbst aktiv werden und die Umrisszeichnungen ausmalen. Es gibt auch Anleitungen zum Zeichnen und Malen, und kurze Texte, verfasst von Zoodirektor Achim Johann, informieren über die dargestellten Tiere oder geben Tipps zur Beobachtung und genauen Betrachtung.
Die Tiere – sind ausschließlich solche, die im NaturZoo leben. Vom Tiger bis zum Waldrapp, von der Libelle bis zum Dschelada.

Das Buch möchte viel – und es kann viel. Es ist Malbuch und ein Anleitungsbuch zum Zeichnen und Malen. Es informiert über die Tiere und erfreut beim Betrachten der schönen Werke von Bernd Pöppelmann. Und schließlich ist es ein besonderes Souvenir aus dem NaturZoo. – Und dies alles für Groß und Klein!
Das NaturZoo-Malbuch ist für 4,90 € im ZooShop und an der Zoo-Kasse erhältlich. Auf Wunsch wird es auch gegen Erstattung der Unkosten gegen Vorkasse zugesandt.


11.1.2017

Geschenke für den Artenschutz – NaturZoo-Besucher helfen den Lemuren

Es geht weniger um Geschenke als um ein Selbstverständnis wenn der NaturZoo Rheine jetzt Geldsummen an Artenschutzprojekte im Freiland verteilt. Dazu gibt es im Zoo ein – vergleichsweise kleines – Budget von 5.000 Euro, das in diesem Jahr um Spenden der Zoobesucher bzw. Erlösen von Aktionen erhöht werden konnte.

Seit vielen Jahren erhält „21st Century Tiger“ eine Summe, um Wildhüter auf Sumatra zu schulen und mit Hilfsmitteln zur Überwachung der Reservate vor Wilderern auszustatten. Nach wie vor wird Tigern nachgestellt, um aus ihren Körperteilen im Glaube an deren medizinische Wirkung Kapital zu schlagen.

Die aus dem Affenwald so populären Berberaffen sind in ihrer nordafrikanischen Heimat ernsthaft im Fortbestand bedroht. Die Gründe dafür sind Lebensraumverlust und auch Bejagung und Fang. Junge Berberaffen werden auf Märkten als Haustiere angeboten oder müssen für Fotos mit Touristen herhalten.
„Barbary Macaque Awareness and Conservation“ leistet erfolgreich Aufklärungsarbeit und betreut die Wiederauswilderung beschlagnahmter Berberaffen.

Über den neuen Lemuren-Wald war es möglich geworden, die Unterstützung von Schutzprojekten für madagassische Halbaffen auszubauen. Der Erlös aus dem Angebot „Expedition Lemuren-Wald“, bei dem kleine Besuchergruppen zu den Kattas und Makis geführt werden und dabei umfassende Informationen zu deren Verhalten und ihrer Haltung im Zoo erhalten, sowie zweckbestimmte Spenden von Aktionstagen summierten sich auf über 1.300 Euro. Davon werden u.a. Umsiedlungen von Lemuren in Schutzgebiete, Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche, Ausstattung und Löhne für Wildhüter und die Vorbereitung für ein Wiederansiedlungsprojekt für Rote Varis finanziert.

Erstmals erhält auch eine Tierart Unterstützung, die nicht im NaturZoo vertreten ist: Die nachtaktiven Plumploris, eine Halbaffenart auf Java, sind unter anderem durch den illegalen Handel hochbedroht. Sehr engagiert und erfolgreich arbeitet „Little Fireface Project“ für diese wenig bekannten Primaten, und natürlich profitieren auch andere Arten – und Menschen! – von diesen und all den anderen Aktivitäten zum Schutz der Tiere und der Naturräume.

Zoodirektor Achim Johann kennt die Verantwortlichen der verschiedenen Projekte auch persönlich und weiß um ihre Verlässlichkeit. „Ich kann versichern, dass das Geld und somit auch die Spenden der Besucher dem Artenschutz direkt zu Gute kommen“ stellt er verantwortungsbewusst fest.

Pressemitteilung am 1.12.2016

Plumplori

Unsere Artenschutzprojekte...

...finden Sie hier.

Aus Rheine nach Italien - Dscheladas auf Reisen

(Pressemitteilung vom 12.8.2016)

Nicht weniger als 15 Dscheladas oder Blutbrustpaviane reisten in den vergangenen Tagen aus Rheine in verschiedene Zoos in Frankreich, den Niederlanden und Italien. Es handelt sich dabei um die umfangreichste Abgabe dieser in Zoos seltenen Affenart in der Geschichte ihrer Haltung im NaturZoo.

Diese begann in den frühen 80er Jahren mit zwei Handvoll Tieren, die aus verschiedenen europäischen Zoos zusammengesucht worden waren und in Rheine in einer neuen Anlage ein für damalige Verhältnisse neuartiges und auf die Biologie der Tiere abgestimmtes Gehege ein ideales Zuhause erhielten. Anfang der 90er begründete der NaturZoo das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Dscheladas, das seither von Zoodirektor Achim Johann koordiniert wird.
Zu Beginn wurden gerade einmal 56 Dscheladas in 7 europäischen Zoos in Europa gehalten. Durch das „Zucht-Management“, die Zusammenarbeit und stetige Haltungsverbesserungen ist der Bestand auf heute über 350 Tiere in 22 Zoos in Europa und in New York angewachsen und gilt als „gesichert“ für die Zukunft.
 Bis vor wenigen Tagen lebten alleine im NaturZoo 76 Dscheladas – also deutlich mehr, als es zu Beginn des Zuchtprogramms überhaupt in allen europäischen Zoos gab. Dies war der mit Abstand größte Bestand, der jemals in einem Zoo gehalten wurde. Das Verhalten der Tiere in einer solch großen Gruppe entspricht den natürlich Verhältnissen, aber die Gehegestruktur hat unter dem „Populationsdruck“ arg gelitten. Zudem stellt eine solche Konzentration von Tieren an einem Ort ein Risiko für ein Zuchtprogramm dar: Im Fall einer seuchenartigen Erkrankung wäre ein Fünftel des Zoobestandes weltweit bedroht. Es war also höchste Zeit für eine Umstrukturierung und die Abgabe von Tieren geworden.

Gleich sechs Zoos traten als zukünftige Halter in diesem Jahr dem Dschelada-EEP bei. Für Achim Johann war es ein rechtes Puzzlespiel (mit 360 Teilen…), für diese neue Gruppen zusammen zu stellen, für eine Weiterzucht mit blutsfremden Tieren in den bestehenden Zuchtgruppen zu sorgen und schließlich auch noch „termingerecht“ zu den Fertigstellungen der Gehege in den Zoos die Tiere zu „liefern“ bzw. aus weiteren kooperierenden Zoos liefern zu lassen. Für den NaturZoo bedeutete die Abgabe von 15 Tieren ein beträchtlicher logistischer Aufwand. In Vorbereitung mussten alle Dscheladas gefangen, kontrolliert und gegebenenfalls markiert werden, um sicher zu stellen, dass unter Berücksichtigung der sozialen Beziehungen auch die „richtigen“ Tiere aus den Gruppen separiert werden. Der Tierarzt musste Gesundheitschecks und –tests durchführen, und mit professionellen Tierspediteuren wurden Ausstattungen der Fahrzeuge und Anzahl und Größe der Transportkisten verabredet.

Und so verließen in den vergangenen Tagen zwei junge Dschelada-Männer Rheine nach Nesles in Frankreich, wo sie mit Weibchen aus Stuttgart eine neue Zucht begründen sollen. Eine ganze Haremsgruppe aus einem erwachsenen Mann, drei Weibchen und ihren drei Kindern zog in den Zoo Rotterdam in den Niederlanden um. Sechs Männer reisten schließlich in den Parco Natura Viva in Bussolengo in der Nähe des Garda Sees, darunter der stattliche Mann „Dominick“.
Dieser war im Jahr 2008 aus dem Bronx Zoo New York in Rheine angekommen und bedeutete damals „frisches Blut“ für den europäischen Dschelada-Bestand. Nach sage und schreibe 26 lebenden Nachkommen war es nun höchste Zeit, dass Dominick Platz machte für einen neuen Zuchtmann. Fortan lebt er also in Norditalien zusammen mit fünf seiner Söhne in einer Junggesellengruppe. Seine Nachfolge werden zwei junge Männer aus dem Tierpark Berlin antreten, die in den nächsten Wochen erwartet werden.

Mit derzeit „nur“ noch 61 Dscheladas lebt übrigens immer noch der größte Bestand dieser Art in allen Zoos weltweit in Rheine.

Dominick und seine Söhne im Parco Natura Viva, Bussolengo

Lemuren-Wald eröffnet

Am 30. April 2016 wurde der "Lemuren-Wald", das neue Zuhause für Kattas, Varis und andere seltene Halbaffen aus Madagaskar, eröffnet. Erleben Sie die Tiere in einer naturnahen Landschaft von verschiedenen Beobachtungspunkten aus.Das 2.000 m² große Gelände ist von Ende April bis Ende September an Sonn- und Feiertagen von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr auch für Besucher begehbar.

Sie können an Führungen durch den Lemuren-Wald teilnehmen, die zu bestimmten Terminen angeboten werden. Informationen hierzu finden Sie hier.