Etwas andere Osterüberraschung

Neben bunten Ostereiern gab es am vergangenen Wochenende noch eine kleine, aber besondere Entdeckung bei uns im Zoo: Bei den Lisztaffen gab es Nachwuchs, insgesamt kamen drei kleine Äffchen zur Welt.

Normalerweise bekommen diese Krallenaffen Zwillinge. Entsprechend groß ist die Herausforderung für die Gruppe, wenn zusätzlicher Nachwuchs versorgt werden muss. Leider verstarb gestern eines der Jungtiere. Das zeigt die hohe Belastung der Elterntiere. Zwar kümmern sich der Vater und die älteren Geschwister die meiste Zeit um den Nachwuchs und tragen ihn auf dem Rücken, die Mutter jedoch benötigt viel Kraft und vor allem Milch, um alle Jungtiere zu säugen. Dabei kann es vorkommen, dass das schwächste Tier es nicht schafft.

Die kleinen Affen mit der bemerkenswerten Frisur werden auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN in die höchste Bedrohungskategorie "vom Aussterben bedroht" (critically endangered) eingestuft.
Umso wichtiger ist die Zusammenarbeit der europäischen Zoos bei der Nachzucht dieser Tierart. Die Jungtiere leisten einen wichtigen Beitrag zum Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP).
 

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